Arno Schmidts Faulkner-Übersetzung „New Orleans. Skizzen und Erzählungen“ - vorgestellt von Bernd Rauschenbach und Joachim Kersten

Eintritt: im Vorverkauf: 8 € / an der Abendkasse: 10 €
Schüler und Studenten: frei

Bernd Rauschenbach
studierte Germanistik und Bibliothekswissenschaften an der Technischen Universität Berlin. Seit 2001 ist er geschäftsführender Vorstand der Arno-Schmidt-Stiftung. Er ist Mitherausgeber der Bargfelder Ausgabe der Werke Arno Schmidts.

Joachim Kersten gehört zum Vorstand der Arno Schmidt Stiftung und ist Vorsitzender des Kuratoriums der Kurt Wolff Stiftung. Kersten hat u.a. mit Oskar Ansull unter dem Titel "...leichthin über Liebe und Tod" (1998) ein Programm deutscher Lyrik zusammengestellt und in "Der Prosapionier als letzter Dichter. Acht Vorträge zu Arno Schmidt" (2001) einen Beitrag verfasst. Gemeinsam mit Jan Philipp Reemtsma und Bernd Rauschenbach hat er mehrere Hörbücher zu Arno Schmidt eingelesen.

William Faulkner: New Orleans. Skizzen und Erzählungen. Herausgegeben von Bernd Rauschenbach. Übersetzung: Arno Schmidt. Suhrkamp 2017. 230 S. Geb. 25,00 €

1925 veröffentlichte der damals noch völlig unbekannte William Faulkner einige Skizzen und Kurzgeschichten in regionalen Zeitschriften. Einfache Leute sind das Personal dieser in New Orleans angesiedelten Genrebilder, Seeleute, Schmuggler, Bettler und Huren, Wettbetrüger und Priester.

1960 wurden diese New Orleans Sketches des mittlerweile weltberühmten Nobelpreisträgers Arno Schmidt zur Übersetzung angeboten. Er griff, wie er sagte, nur "aus Reklamegründen" zu, denn er mochte Faulkner nicht. Seine 1962 erschienene deutsche Version der Sketches ist trotzdem brillant - in Faulkners Alltagssprache war Schmidt eben zu Hause.

Eine Fortsetzung fand Schmidts Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Schriftstellerkollegen in der Erzählung ' Piporakemes! '. Dort besucht ein englischer Faulkner-Spezialist einen gewissen Schmidt, um ihn für seine miserable Übersetzung zur Rechenschaft zu ziehen. Wie der missvergnügte und angetrunkene Schmidt den Professor durch immer haltloseres Schwadronieren abblitzen lässt, gehört zum Komischsten, was der Sprachexperimentator aus der Heide geschrieben hat. In der vorliegenden Neuausgabe ist auch diese Erzählung enthalten und setzt einen humoristischen Kontrapunkt zum Ernst von Faulkners Skizzen.

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