Freitag, 26.02.2021, 20 Uhr

Felix Lüttge: Auf den Spuren des Wals. Geographien des Lebens im 19. Jahrhundert

Immer wieder entzieht sich der Wal wissenschaftlicher Klassifikation und Darstellbarkeit. Wale sind buchstäblich nicht zu fassen – als sich die neuen biologischen Wissenschaften im 19. Jahrhundert daran machen, »das Leben« zu erklären, bleibt dasjenige der Wale ein Problem. Doch Walfänger durchkreuzen auf den Spuren der Wale im 19. Jahrhundert die Meere der Welt. Kartographen erschließen auf den Spuren der Walfänger die Nordwestpassage und den pazifischen Ozean, während Naturhistoriker und Zoologen sie in die Lebensräume der Wale begleiten.

Felix Lüttge erzählt die Geschichte der Walfänger, die den Walen, und der Wissenschaftler, die den Walfängern folgten. Seine Medien- und Wissensgeschichte des Wals im 19. Jahrhundert ebenso wie der Meere, die auf seinen Spuren durchfahren und vermessen wurden, beschreibt die komplexen Austauschprozesse, mit denen Walfänger und Wissenschaftler ökonomisches, ozeanographisches, zoologisches und geographisches Wissen hervorbrachten.

Dr. Felix Lüttge, geb. 1987, ist Historiker und Kulturwissenschaftler. Er arbeitet am Seminar für Medienwissenschaft an der Universität Basel. Veröffentlichungen u.a.: Walverwandtschaften. Leben in feindlichen Milieus, in: Milieu. Umgebungen des Lebendigen in der Moderne (2017); Whaling Intelligence, in: The British Journal for the History of Science (2019).

Felix Lüttge: Auf den Spuren des Wals. Geographien des Lebens im 19. Jahrhundert. Wallstein 2020. 279 S. mit 40 Abb. Geb. 28,00 €

 




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