Donnerstag, 28.01.2027, 20 Uhr

Wolfgang Rüger und Rainer Weiss: Jürgen Ploog
 
Der Ploog-Experte Wolfgang Rüger und sein Verleger Rainer Weiss (Edition W) stellen an diesem Abend die zuletzt erschienenen Publikationen zu Jürgen Ploog vor:

1.
David Ploog / Wolfgang Rüger (Hg.): Ploog West End, Texte von und über Jürgen Ploog, Edition W. 2025

Dieser Reader, veröffentlicht zum 90. Geburts- und 5. Todestag von Jürgen Ploog, ist der Auftakt einer langfristig angelegten Nachlaß-Edition. »Diese spannende Montage aus Storys, Interviews, Briefen und Fotos aus dem Nachlass, ergänzt um Essays und Erinnerungen von Freunden, Kombattanten und professionellen Lesern, lässt ihn noch einmal in Lebensgröße wiederauferstehen und macht Lust, sich mit diesem originären Werk erneut auseinanderzusetzen.« Frank Schäfer (Rolling Stone)

„Ein großartiger Reader, eine Montage aus Prosa, journalistischen Arbeiten, Tagebuch (ohne Banalitäten), Interviews, Briefe von und an Kathy Acker oder William S. Burroughs. Ergänzt mit literaturwissenschaftlichen Essays, einem guten Dutzend Zeugenaussagen (unter anderem von Frank Witzel, Martina Weber, Edo Popović, Alfred 23 Harth, Jamal Tuschick) und Nachrufen, die ebenfalls substanziell erzählen (vom lebenslangen Freund Wolf Wondratschek oder vom enthusiastischen Fan Clemens Meyer). Dazu ein tolles Arsenal an Abbildungen, Privates und Literaturgeschichte, von seltensten Covers über vollgekritzelte Sketchbookseiten und Allen-Ginsberg-Postkarten bis zum Foto »Pilotenausbildung 1958«.“ Franz Dobler (Neues Deutschland)

2.
Norbert Wehr (Hg.): Schreibheft 106, Rigadon 2026

Jürgen Ploog hat seit seinem 19. Lebensjahr kontinuierlich Tagebuch geführt. Nicht Tag für Tag, aber in kurzen Abständen. In seinem Nachlaß befinden sich 20 handschriftlich geführte Tagebücher unterschiedlichen Formats. Das Schreibheft 106 präsentiert erstmals Auszüge aus den Tagebüchern: Gedanken über KollegInnen und literarische Bewegungen. „Das Tagebuch von Ploog ist eine fulminante Entdeckung. Mit dieser Veröffentlichung zeigt sich ein überragender Denker und Leser, wie in einem Jack-in-the-pot! Phantastisch!“ Michael Krüger

3.
Wolfgang Rüger (Hg.): Der Raumagent in der Bewußtseinsschleife, Zur Poetik des Avantgardisten Jürgen Ploog, Moloko Print 2026

In dem vorliegenden Materialband beschäftigen sich Literaturwissenschaftler und Weggefährten erstmals intensiv mit verschiedenen Aspekten seines Werks und gestatten so einen profunden Einblick in die Gedankenwelt und Philosophie von Jürgen Ploog.

Jürgen Ploog (1935-2020) war einer der bedeutendsten Avantgardisten in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Jahrzehntelang war er Verfechter und Vordenker einer Literatur, die in ihrem Bewußtsein mit den Transformationen der Lebenswelt Schritt halten kann. Ein Großteil seines Oeuvres ist bis heute nicht veröffentlicht. Der deutsche Literaturbetrieb hat ihn nur marginal zur Kenntnis genommen. In der Subkultur war er dagegen schon zu Lebzeiten eine Legende. Seit den frühen sechziger Jahren hat er in Undergroundzeitschriften und Kleinverlagen regelmäßig publiziert. Sein gigantischer Nachlass soll in den kommenden Jahren erschlossen werden.

Stimmen zu Jürgen Ploog

„Ich las die Cut-ups Jürgen Ploogs wie Gedichte, kurze intensive Sprachgewitter voller Poesie und Neon und Pop und Western und Science-Fiction.“ Clemens Meyer, Die Welt 30.05.2020

„Aber unsere Begegnung im Februar 1986, das Gespräch mit ihm und die Lektüre seiner Prosa haben mir die Augen geöffnet und gaben den Weg frei für mein späteres Schreiben und Leben.“
Edo Popovic über Jürgen Ploog

„Und ich habe den Eindruck, dass Ploogs essayistischer Atem mondäner und noch subversiver ist als der von Brinkmann …“ Artur Becker

Morgen - am Freitag, dem 29. Januar um 20 Uhr, - zeigen wir einen Film über Jürgen Ploog.

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