Donnerstag, 23.04.2026, 20 Uhr
Prof. Dr. Udo Di Fabio: VERFEINDLICHUNG. Demokratien am Ende des freundlichen Zeitalters.
Udo Di Fabio: Verfeindlichung. Demokratien am Ende des freundlichen Zeitalters.
Beck 12/2025. 286 S. Ln mit Silberprägung 26,90 €
Aus dem Inhalt:
Vorwort:
„Die Welt scheint aus den Fugen. Unsicherheit, Gewalt, Populismus und Extremismus breiten sich aus. Der Westen als global wirksame Kraft zerfällt. Eine Epoche dankt ab. Die USA: Der einstige Hegemon ist unberechenbar geworden – für Freund und Feind. Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine, mit einem brutalen Vernichtungskrieg in Europa ist die freundliche Welt der regelbasierten Ordnung fürs Erste vom Spielplan abgesetzt. Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Recht finden in einer in einer veränderten Umgebung statt… Demokratien bleiben ihren autoritären Gegnern überlegen, solange sie lernfähig und offen sind, solange sie ihre Grundlagen als eine Kultur der Freiheit kennen und schützen... Die Unabhängigkeit der Gerichte ist in Gefahr. Pragmatismus, abwägende Vernunft und eine solide politische Mitte haben wenig Konjunktur. Durch manche Ritzen politischer Meinungskundgaben lugt der Wahnsinn..."
Einführung
1. Teil
Die agonale Konstellation
u.a.
C) Deutschland nach dem Ende des freundlichen Zeitalters
2. Teil
Attackierte Demokratie
u.a.
D) Demokratien unter Druck
E) Der Kampf um Wissen und Kultur
3. Teil
Die Krise(n) der Demokratien
u.a.
G) Ist die Klimakrise die Große Krise des Gemeinwohls?
4. Teil
Komplementäre der Freiheit
u.a.
J) Politik: durch Recht gebändigt oder gefesselt?
Ausblick
„Die Zukunft ist offen, sonst wäre sie keine...“
Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, geb. 1954, Promotion 1987 Rechtswissenschaft, 1990 Sozialwissenschaften. 1993 Habilitation zum Thema „Risikoentscheidungen im Rechtsstaat“, anschließend lehrte er als Professor an den Universitäten Münster, Trier und München; seit 2003 ist er Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bonn. Von 1999 bis 2011 war er Richter des Bundesverfassungsgerichts im Zweiten Senat und als Berichterstatter zuständig u.a. für die Urteile zum Lissabon-Vertrag und zum Euro-Rettungsschirm. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. Kommentierung im Grundgesetz-Kommentar Dürig/Herzog/Scholz, Die Kultur der Freiheit (2005), Wachsende Wirtschaft und steuernder Staat (2010), Das beamtenrechtliche Streikverbot (2013), Schwankender Westen (2015), Grundrechtsgeltung in digitalen Systemen (2016), Urheberrecht und Kunstfreiheit unter digitalen Verwertungsbedingungen (2018), Die Weimarer Verfassung (2018), Coronabilanz (2021), Verfassung und Klimahaftung (2023) und Beiträge in der FAZ.
Udo Di Fabio, einer der renommiertesten Verfassungsrechtler und Gesellschaftsanalytiker, hat seine Bücher „Schwankender Westen: Wie sich ein Gesellschaftsmodell neu erfinden muss“
am 12.11.2015 und „Die Weimarer Verfassung“ am 11.11.2019 in der Buchhandlung Böttger vorgestellt.