Klaus Reichert: I welcome whatever happens next. Erinnerungen an John Cage
Klaus Reichert zählt zu den bedeutendsten Essayisten, Übersetzern und Literaturvermittlern im deutschsprachigen Raum. Als Herausgeber und Lektor hat er Autoren wie Paul Celan und Marie Luise Kaschnitz begleitet, seine Übersetzungen und Arbeiten zu James Joyce gelten als wegweisend.
Von 1975 bis 2003 war er Professor für Anglistik und Amerikanistik an der Goethe Universität in Frankfurt/Main.
Von 2007 bis 2013 war er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.
In seinem neuen Buch widmet sich Reichert einer außergewöhnlichen Freundschaft und geistigen Nähe: seiner jahrzehntelangen Beziehung zum amerikanischen Komponisten John Cage, einer der prägenden Figuren der Kunst des 20. Jahrhunderts. Aus Begegnungen, Gesprächen und gemeinsamen Projekten entsteht dabei ein faszinierendes Gewebe aus Erinnerungen, Beobachtungen und Gedanken.
Reichert nähert sich Cage als einem Künstler, der die Grenzen von Musik, Sprache und Wahrnehmung immer wieder neu auslotete. Es geht um Zufall und Ordnung, um Stille und Aufmerksamkeit, um die Kunst des Zuhörens und die Frage, wie sich Musik überhaupt beschreiben lässt. Immer wieder treten dabei auch literarische Themen hervor, insbesondere die gemeinsame Beschäftigung mit James Joyce und dessen rätselhaftem Jahrhundertwerk Finnegans Wake.
Ein inspirierendes Buch über Musik, Literatur, Freundschaft und die Kunst, der Welt aufmerksam zu begegnen.