Heinrich Böll: Leben und Werk - vorgestellt von Werner Jung und Jochen Schubert
(fällt aus)

Heinrich Böll hat die Deutschen immer wieder mit ihrer jüngsten Vergangenheit konfrontiert. Bereits zu Lebzeiten galt der Autor von »Wo warst du, Adam?«, »Ansichten eines Clowns« und »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« als moralische Instanz. Böll selbst wehrte sich vehement gegen die Rolle als Gewissen der Nation. Grund genug, Bölls Motiven, Themen und Leidenschaften erneut nachzuspüren und die komplexe Beziehung zwischen literarischer Arbeit und gesellschaftlichem Engagement zu durchleuchten. Jochen Schubert hatte erstmals uneingeschränkten Zugriff auf den Nachlass. Er entfaltet das Porträt eines widerständigen Künstlers und engagierten Intellektuellen. Bölls Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, seine Kritik an den restaurativen Tendenzen der Nachkriegszeit, aber auch sein Engagement in der Friedensbewegung zeigen den Nobelpreisträger an den Wendepunkten bundesrepublikanischer Kultur- und Gesellschaftsgeschichte.

Jochen Schubert: Heinrich Böll. Mit einem Vorwort von René Böll. Hrsg. von der Heinrich-Böll-Stiftung. 340 S. mit 29 s/w Abb., Bibliogr. und Reg.Geb. mit SU und Lesebänd. Darmstadt,Theiss 2017. 29,95 €

Prof. Dr. Werner Jung lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen, zahlreiche Veröffentlichungen auf dem Gebiet der deutschen Literatur des 18.-21. Jahrhunderts und zur Ästhetik, Poetik, Literaturtheorie und Editionsphilologie. Er ist (Mit-)Herausgeber der Werke Heinrichs Bölls, Ludwig Harigs und Georg Lukácz'.

Jochen Schubert, Dr. phil., studierte Germanistik, Philosophie und Pädagogik in Bonn. Seit 1995 ist er Mitarbeiter der Heinrich-Böll-Stiftung. Schubert hat umfassend zu Böll geforscht und publiziert. Unter anderem ist er Mitherausgeber von Heinrich Böll: »Werke« (Kölner Ausgabe).

Diese Veranstaltung fällt aus, soll aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Zusätzliche Informationen